Hinduismus

Der Hinduismus ist die Hauptreligion Indiens. Er umfasst so viele verschiedene und widersprüchliche Glaubensauffassungen, dass man ihn unmöglich definieren kann. Er entstand im 1. Jahrtausend vor Christus aus der Religion der nach Indien eingewanderten indogermanischen Arier und der im Industal sesshaften Vorbewohner. Es gibt kein allgemeingültiges Bekenntnis. Die Bandbreite des Hinduismus reicht vom Dämonenglauben über verschiedene Formen des Polytheismus und Monotheismus bis zu einem unpersönlichen philosophischen Monotheismus.

Im Hinduismus gibt es 4  " K a s t e n "  (Gesellschaftsschichten):

1.  Brahmanen (Priester)

2.  Kschatrijas (Krieger)

3.  Waischjas (Handwerker, Bauern)

4.  Schudras (Knechte)

In der sozialen Wirklichkeit Indiens spielen jedoch die Unterkasten - kleinere Gruppen, die meist nach Berufen gegliedert sind - die größere Rolle. In eine Kaste wird man hinein geboren. Ein Wechsel der Kaste ist in diesem Leben nicht möglich.

Außerhalb der Kasten stehen die "Unberührbaren" (ca. 160 Millionen Menschen). Sie sind damit auch außerhalb des ganzen Systems des Hinduismus. Auch die muslimischen, buddhistischen und christlichen Inder sind "Unberührbare" (ca. 80 Millionen Menschen)

Das  " K a r m a "  ist die Zentrallehre des Hinduismus. Für den Hindu das höchste und letzte Gesetz vom Schicksal. Die Lehre besagt, dass das Karma für jede Tat, jedes Wort und jeden Gedanken geistlicher oder sittlicher Natur unausweichliche Folgen hat. Es wird gelehrt, dass man diese Folgen nicht in einem Leben austragen könne; daraus folgt als Notwendigkeit: 

Die  " R e i n k a r n a t i o n "  (Wieder-Fleisch-Werdung). Die Umstände und Bedingungen einer jeden Geburt und die Ereignisse eines jeden Lebens sind angeblich durch den Lebenswandel im gleichen Alter in den vorangegangenen Leben absolut festgelegt. Karma kennt keine Vergebung. Jeder muss die Folgen seiner eigenen Handlungen tragen. Darum bestimmen die Taten des Menschen seine zukünftige Reinkarnation, also, ob er wieder als Mensch geboren wird, vielleicht auch als eine Göttin (z.B. als Kuh) oder als Vogel, Stechmücke usw. Da der Mensch - wie wir aus eigener Erfahrung nur zu gut wissen - nicht vollkommen ist, werden ihn wohl eine endlose Zahl von Reinkarnationen erwarten, weil er ohne Vergebung im nächsten Leben zwangsläufig wieder für seine Fehler büßen muss. Also erwarten ihn auf dieser Erde in den zukünftigen Leben wieder unzählige Leiden. Für diesen wirklich unbefriedigenden Kreislauf von "wieder geboren werden müssen, wieder leiden müssen, wieder sterben müssen" bietet der Hinduismus und auch der Buddhismus folgendes an:

Das  " N i r w a n a ",  wörtlich: Erlöschen. Es ist das Endziel des Lebens als Zustand völliger Ruhe, der erhoffte Endzustand des gläubigen Hinduisten und Buddhisten, das Freisein vom ewigen Kreislauf der Reinkarnation. Obwohl die vielen Sekten verschiedene Vorstellungen mit dieser "Nichtsheit" verknüpfen und dem Weg, der dahin führt. Angeblich ist es weder ein Ort noch ein Zustand und ist in uns allen. Es wartet nur darauf, "verwirklicht" zu werden. Es ist Nichtsheit, die Glückseligkeit, die daher rührt, dass man weder Schmerz noch Freude fühlt. Sie entsteht dadurch, dass die persönliche Existenz durch Aufgehen in reines Sein ausgelöscht wird. Der orthodoxe Hinduismus lehrt jedoch, dass man nach dem Erreichen des endgültigen Seins wieder den Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt betreten muss. Deshalb gibt es keine endgültige Erlösung aus Schmerz und Leid.

Wieviele  " G ö t t e r "  gibt es im Hinduismus? Eine Vorstellung der Hindus spricht von 330 Millionen Göttern, andere von 3 (Brahma der Schöpfer, Vishnu der Erhalter - Shiva der Zerstörer) oder 7, wieder andere sagen, alles Göttliche ist nur ein Hervorgehen der Dinge aus dem ewigen Brahman, also einer einzigen Ur-Gottheit. Die Götter sollen nur symbolhafte Gestalten sein, die als Manifestation der Weltseele (Brahman) stehen. Sie sind nur Ausdruck und Manifestationen der verschiedenen göttlichen Aspekte.

" B r a h m a n "  nicht zu verwechseln mit Brahma, dem Schöpfer, die oberste Gottheit der hinduistischen Götterdreiheit. Brahman ist die höchste und letzte Realität: ohne Gestalt, unausdrückbar, nicht erkennbar, und nicht erkennend; weder persönlich noch unpersönlich; sowohl Schöpfer als auch die Gesamtheit der Schöpfung. Brahman ist alles und alles ist Brahman. Die höchste und letzte Wahrheit. Das Heil bedeutet für den Hindu zu erkennen oder zu verwirklichen, dass er selbst Brahman ist, dass er und das ganze Universum ein und dasselbe Wesen sind. Brahman ist alles und zugleich nichts.

Da im Hinduismus "Brahman" die einzige Wirklichkeit ist, ist alles andere - wie Schmerz und Leid, das Universum - nicht Wirklichkeit, sondern  " M a y a " (bedeutet: Trugbild), eine Illusion. Um dies erkennen zu können, muss der Hindu "Erleuchtung" erlangen. Diese Erleuchtung vertreibt die Illusion. Man kann die Hindu-Schriften nicht durch eigenes Lesen verstehen. Deshalb braucht man einen  " G u r u ", einen Lehrer. Nur so kann man die Selbstverwirklichung erreichen. Der Guru wird auch nach seinem Tod angebetet.

Die fernöstliche " M e d i t a t i o n " (wie sie in der TM, im Zen etc. gelehrt wird) ist ein Verfahren, um sich von der Welt der Dinge und Gedanken, die uns umgibt, zu lösen (d.h. von Maya), indem man seinen Verstand von jeglichem willentlichen und vernünftigen Denken befreit. Es soll dazu dienen, unseres angeblich wesenhaften Einssein mit dem Universum zu "erkennen". Es ist die Tür zur "Nichtsheit", zu Nirwana, wo die persönliche Existenz durch Aufgehen in reines Sein ausgelöscht wird.

Im Hinduismus gibt es verschiedene "Ebenen" des Bewusstseins, die einem durch " Y o g a   u n d   M e d i t a t i o n " zugänglich sind. Sie werden als "höher" bezeichnet, weil sie sich vom normalen Bewusstsein unterscheiden und angeblich auf dem Weg zum Nirwana durchschritten werden. Verschiedene Schulen definieren sie verschiedenartig. Einige typische Stufen sind: Das "Einheits-Bewusstsein", bei dem man ein mystisches Einssein mit dem Universum erlebt; oder das "Gott-Bewusstsein", wo man meint, selber Gott zu sein.

Auch der kommende Weltherrscher, der Antichristus, wird behaupten, dass er Gott sei:

" . . . der sich widersetzt und sich überhebt über alles, was Gott heißt oder Gegenstand der Verehrung ist, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er  G o t t  sei."       2. Thessalonicher 2,4

Dieser Antichristus, wird sich als Messias und Christus präsentieren, als den fünften Buddha, als den Mahdi, den die Moslems erwarten und als Krischna (eine Reinkarnation des Gottes Vishnus).

 

Wer sich mit dem Hinduismus genauer befassen möchte, dem können wir von ganzem Herzen das Buch "Der Tod eines Guru" von Rabindranath R. Maharaj empfehlen, weil wir ihn persönlich kennengelernt haben und ich ihn in der Schweiz auch öfter begleitete.

Er schreibt mit erstaunlicher Offenheit, wie sein Lebensweg verlief, als er zum Guru wurde und warum er zum Glauben an Jesus Christus kam. Das Buch ist sehr sachlich und leicht verständlich geschrieben.

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clv.de/Buecher/Evangelistisches/Zeugnisbuecher/Der-Tod-eines-Guru.html

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